Rettungshubschrauber

Die Luftrettung in Deutschland spielt eine immer wichtigere Rolle beim Eingreifen in Notsituationen und Unfällen. Denn über die Luft sind die Rettungskräfte unschlagbar schnell vor Ort – in für die Erste Hilfe oftmals entscheidenden Minuten vor den Boden-Einsatzkräften. Dies wird ermöglicht durch besonders flexible und schnelle Transportmittel: Denn in der Luftrettung setzt man bei Rettungseinsätzen und dem schnellen Transport von und zu Unfallstellen vor allem auf Hubschrauber. Dabei kommen verschiedene Rettungshubschrauber-Typen zum Einsatz – vom Ambulanzhubschrauber bis zum Großraum-Rettungshubschrauber. Die Geräte werden sowohl von Institutionen wie Bergrettung, Rotes Kreuz oder auch ADAC betrieben, als auch teilweise von Einrichtungen aus dem Gesundheitsbereich wie einzelnen Kliniken.

Die Hubschrauber sind mit spezieller Ausrüstung – meist aus dem medizinischen Bereich, ähnlich wie Rettungswagen – versehen und haben im Regelfall einen Aktionsradius von ca. 50 bis 70 Kilometer. Die Stamm-Besatzung machen normalerweise ein Pilot, ein Notarzt sowie ein Rettungsassistent aus. Die Luftrettungsmaschinen sind mit Geschwindigkeiten von bis zu über 300 km/h unterwegs und lassen sich grob in vier Kategorien unterteilen:

– Rettungshubschrauber (RTH)
– Intensiv-Transport-Hubschrauber (ITH) und Ambulanzhubschrauber (AHS)
– Großraum-Rettungshubschrauber (GRH)
– Notarzteinsatzhubschrauber (NEH)

Rettungshubschrauber

Rettungshubschrauber (RTH)
Diese Hubschrauber-Typen machen die größte Flotte an Rettungshubschrauber-Typen aus und kommen in der Notfallrettung zum Einsatz. Sie tragen fast sämtlich den Namen „Christoph“, verbunden mit einer jeweils individuellen Nummer, und sind in ganz Deutschland stationiert. Die Standorte der Rettungshubschrauber sind vornehmlich Kliniken und Flugplätze. Dadurch wird gewährleistet, dass jederzeit überall schnell ein RTH zum Einsatz kommen kann. RTH, die im Gebirge oder an der See eingesetzt werden, sind neben der medizinischen Grundausstattung mit speziellen Winden versehen, an denen sich die Helfer abseilen beziehungsweise Gerettete geborgen werden können.

Intensiv-Transport-Hubschrauber (ITH) und Ambulanzhubschrauber (AHS)
Diese Hubschrauber dienen vorrangig dem Transport von Patienten – zum Beispiel, wenn es darum geht, Patienten schnell in ein anderes Krankenhaus zu verlegen. Auch beim Organtransport für Transplantationen kommen die ITHs zum Einsatz. Dieser Hubschraubertyp hat ständig medizinisches Equipment fest eingebaut und kann auch als RTH-Ersatz für Notfälle genutzt werden. Der AHS hingegen muss für medizinische Flüge erst umgerüstet werden.

Großraum-Rettungshubschrauber (GRH)
Bei den GRH handelt es sich um große Geräte, die mehrere Personen fassen, vorrangig für den Einsatz bei Katastrophen genutzt werden und zumeist bei der Bundeswehr stationiert sind.

Notarzteinsatzhubschrauber (NEH)
Die NEH sind die kleinsten Modelle unter Deutschlands Rettungshubschraubern. Sie sind dafür ausgelegt, einen Notarzt schnell an Ort und Stelle zu bringen, können aber keine Patienten transportieren, da sie nur zwei Sitzplätze bieten (für Pilot und Notarzt). Durch ihre geringe Größe sind NEH sehr kostengünstig.

 

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