Pilotenausbildung

Wer Pilot werden möchte, muss eine Ausbildung absolvieren, entweder bei der Bundeswehr oder bei einer Fluglinie. In beiden Fällen ist ein umfassender Eignungstest zu bestehen, dann erst ist das Einschlagen eines Ausbildungsweges möglich.

Bekannt ist der Eignungstest am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR-Test). Er gilt als sehr schwierig und kann nur ein einziges Mal abgelegt werden. Sie sollten gute Mathematik-, Physik- und Englischkenntnisse aufweisen, über eine schnelle Reaktionszeit und ausgezeichnete Merkfähigkeit verfügen. Diese Fähigkeiten sowie Geschicklichkeit und Allgemeinwissen des Bewerbers werden am Computer getestet. Geprüft werden auch psychologische Verfassung, Teamfähigkeit und körperliche Belastbarkeit. Meistens findet außerdem eine medizinische Untersuchung statt.
Bei der Bundeswehr gibt es ein dreiphasiges Auswahlverfahren, in dem neben den oben genannten Fähigkeiten auch geprüft wird, ob sich der Bewerber zum Soldat eignet. Übungen am Simulator sind ebenfalls zu bestehen, bevor nach erfolgreich abgelegtem Test die Pilotenausbildung beginnen kann.

Bei der Bundeswehr sind Männer und Frauen zwischen 18-25 Jahren nach bestandenem Eignungstest zur Ausbildung zugelassen. Schon während der Ausbildungszeit erhalten Sie hier ein volles Gehalt und können Flugzeugpilot, Jetpilot oder Hubschrauberpilot werden. Nach mehreren Offiziersausbildungen ist ein Studium an der Bundeswehr-Universität zu absolvieren, danach folgt die fliegerische Unterweisung und eine Spezialisierung zum Hubschrauber- oder zum Flugzeugpiloten. Nach sieben bis acht Jahren der Ausbildung erhalten Sie den Militärluftfahrzeug-Führerschein.

Bei einer Fluglinie dauert die Ausbildung zum Piloten etwa 2 Jahre. Der theoretische Teil umfasst dreizehn Fächer, darunter Luftrecht, Flugplanung, Flugnavigation etc. Dabei wird der Unterricht auf die jeweilige Fluggesellschaft abgestimmt, was den Berufseinstieg erleichtert. Die Praxisunterweisung findet entweder zwischen den Theorieeinheiten statt oder erst, nachdem diese komplett abgeschlossen wurden. Der Nachteil einer Pilotenausbildung bei einer Fluglinie ist, dass oft die Kosten (etwa 60.000€) der Auszubildende selbst tragen muss oder er den Betrag nach Übernahme durch die Luftlinie in Raten zurückzahlt. Oft bieten jedoch Banken Hilfe bei der Finanzierung.

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