Hubschraubertypen

HubschraubertypenDer Hubschrauber unterscheidet sich fundamental von einem Flächenflugzeug. Der Auftrieb wird in der Regel durch einen (manchmal auch zwei) Hauptrotoren erzeugt. Hubschrauber können in der Luft stehen bleiben und sich in alle Richtungen bewegen, sogar rückwärts. Wird nur ein Hauptrotor verwendet, muss das Drehmoment ausgeglichen werden, um ein unkontrolliertes Rotieren des Hubschraubers um die eigene Achse zu verhindern.

Unterschiede der Konfigurationen

Um dem Drehmoment entgegenzuwirken, haben sich die Entwickler verschiedene Hubschraubertypen ausgedacht, die sich für unterschiedliche Einsatzzwecke eignen. Am gängigsten ist es, einen Heckrotor zu verwenden. Nicht wirklich durchgesetzt hat sich bisher die Lösung, statt dessen ein Gebläse zu verwenden. Eine andere Möglichkeit besteht darin, zwei gegenläufige Hauptrotoren zu verwenden, was den Auftrieb erhöht. Dabei kann die Anordnung je nach Hubschraubermodell variieren. Vor allem bei westlichen Streitkräften findet man die beliebte „Bananen“-Anordnung, wo die Rotoren vorne und hinten auf einer länglichen Zelle montiert werden. Durch den Raumgewinn am Heck und die meist höhere Leistung eignen sich derartige Hubschraubertypen wie die amerikanische CH-47 bestens für Transportaufgaben in schwierigem Gelände. Weiteres Beispiel für gegenläufige Hauptrotoren sind die Hubschraubermodelle der russischen Firma Kamov. Hier wurden die Rotoren untereinander auf einem Hauptmast montiert. Für diese Auslegung spricht die kompakte Bauweise und Flexibilität hinsichtlich enger Landezonen, da man nicht so sehr auf den Heckausleger achten muss wie beim konventionellen Heckrotor.

Teppichklopfer im Einsatz

Einige Hubschraubertypen sind auch bei Laien sehr bekannt. Zum Beispiel ist die deutsche Bo-105 ein vertrauter Anblick am Himmel. Sie wurde in den 70er Jahren eingeführt und hat den Flugrettungsdienst in Deutschland maßgeblich geprägt. Mindestens ebenso bekannt ist die Bell UH-1 „Huey“, die in den USA entwickelt wurde und vor allem im Vietnamkrieg zum Einsatz kam. Er wurde auch für die Bundeswehr zum Arbeitspferd (z.T. im Rettungseinsatz) und ist vielerorts noch heute im Einsatz. Sehr charakteristisch für diesen Hubschraubertyp ist sein Rotorengeräusch, das den Spitznamen „Teppichklopfer“ begründet. Ebenfalls vom Militär her bekannt sind Kampfhubschraubertypen wie der europäische „Tiger“, der amerikanische AH-64 „Apache“ oder auch der Transporthubschrauber UH-60 „Blackhawk“, der nicht zuletzt in Filmen und im TV häufig zu sehen ist.

Bildquelle: Joujou  / pixelio.de

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