Hubschrauber-Modelle

Ein besonders leichter und wendiger Kleinhubschrauber ist der zweisitzige R22 des amerikanischen Herstellers Robinson Helicopter. Sowohl sein Anschaffungspreis von knapp 250.000 US-Dollar, als auch seine – gegenüber turbinenbetriebenen Modellen – geringeren Wartungskosten, machen den R22 zu einem beliebten Helikopter für den Privatgebrauch und die Schulung. Vergleichbare Hubschrauber sind z.B. der Bell 47, der 1964 als erster Zivilhubschrauber in den USA zugelassen wurde und der Schweizer 300C.

Auch sein viersitziger großer Bruder, der R 44, erfreut sich als leichter Mehrzweckhubschrauber ununterbrochener Beliebtheit. Beide Modelle galten jedoch besonders Mitte der 90er-Jahre als absturzgefährdet, da bei früheren Konstruktionen die Gefahr bestand, dass der Hauptrotor mit dem Rumpf kollidierte.

Der turbinenbetriebene Mehrzweckhubschrauber Eurocopter AS 350 „Ecureuil“ des deutsch-französischen Herstellers Eurocopter Group erlangte durch seine Höhenrekorde Bekanntheit: Im Jahre 2002 brach Frédéric North mit einer AS 350 den 30 Jahre alten Höhenrekord einer SA-315 „Lama“ – ebenfalls von Eurocopter – indem er eine Höhe von 12.954 m erflog. Einen weiteren Rekord erreichte die „Ecureuil“ 2005, als Didier Delsalle mit ihr auf dem Gipfel des Mount Everest landete.

Ein weiterer leichter Mehrzweckhubschrauber ist der Bell 206 „Jet Ranger“ der amerikanischen Firma Bell Helicopter. Der „Jet Ranger“ wird seit 1967 in Serie produziert und ist bis heute einer der kommerziell erfolgreichsten Zivilhubschrauber.

Der Bell UH-1 „Iroquois“ wurde als Mehrzweckhubschrauber für die U.S. Army entwickelt. Bekannt ist er auch unter dem Namen „Huey“ oder Teppichklopfer, weil im Flug an seinen Rotorblättern ein spezieller Luftwiderstand entsteht, der zu den typischen Knallgeräuschen der UH-1 führt, die man bereits aus einigen Kilometern Entfernung hören kann. In Filmen über den Vietnamkrieg oder in „Apocalypse Now“ wird dieses Klopfen der „Huey“ verarbeitet und trägt damit zum hohen Bekanntheitsgrad dieses Modells bei. Mit ca.16.000 verkauften Stück seit Beginn der Serienproduktion in 1958 ist er auch kommerziell ein großer Erfolg.

Als ersten reinen Kampfhubschrauber stellte Bell 1967 die Bell AH-1 „Cobra“ her. Zuvor wurden ausschließlich bewaffnete Transporthubschrauber im Militär eingesetzt. Weitere bedeutende Kampfhubschrauber, die später auf den Markt kamen, sind der EC 665 „Tiger“ von Eurocopter, der italienische Agusta A129, der russische Kamov Ka-50 „Werwolf“, der ebenfalls russische Mil Mi-28 oder der heute von Boeing produzierte AH-64 „Apache“.

Der schwere Transporthubschrauber Vertol CH-47 „Chinook“, heute ebenfalls von Boeing hergestellt, kann bis zu 55 Soldaten, 24 Tragen oder Außenlasten bis zu 8 Tonnen transportieren.

Der größte und – mit einem Leergewicht von knapp 70 Tonnen – schwerste jemals gebaute Helikopter ist der Mi-12 „Homer“ des russischen Herstellers Mil. Obwohl er in der Lage war, Lasten von bis zu 40 Tonnen zu transportieren, wurde sein Bau nach zwei Prototypen eingestellt.

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